
Begleitung der Bauarbeiten im Jahr 2025
Zum Fischschutz im zweiten Bauabschnitt wurden für die Herbstbaustelle unmittelbar vor Beginn der Baggerarbeiten und zur Kontrolle 14 Tage später erneut gründliche Abfischungen mit Schülerbeteiligung durchgeführt.
Die gefangenen Fische wurden aus der Strecke geborgen und vorsichtig in der Bastau umgesetzt. Auch hier ergab die zweite Befischung, dass bereits das erste Abfischen sehr erfolgreich gelungen war, da nur noch wenige Fische im Gefahrenbereich vorhanden waren.
​Auch auf der Grundlage der im Vorjahr im ersten Bauabschnitt gesammelten Erfahrungen kamen im zweiten Bauabschnitt wieder Einschwimm- und Sedimentsperren zum Schutz der Bastau zum Einsatz und haben sich, jetzt deutlich verbessert, tatsächlich sehr bewährt. Mit den Körben ließ sich die Menge an Stroh anpassen und das eingesetzte Material bedarfsweise tauschen.
Starker Laubfall im November und die aus dem oberhalb gelegenen Bastau-Entlaster abgetriebenen Mengen an Wasserlinsen führten dazu, dass zeitweise täglich das angetriebene Pflanzenmaterial oberhalb der Sperre zu entfernen vor. Auch dieser Belastung hielt die Sperrkonstruktion statt. Unterhalb wurden in der Bastau während der gesamten Baggerarbeiten im zweiten Bauabschnitt keine auffälligen Trübstoffe im Wasser entdeckt.
(Foto: Frenz)​​​​​​​​​​​​​​​


Begleitung der Bauarbeiten im Jahr 2024
Zum Fischschutz wurden vor Beginn der Baggerarbeiten an zwei Terminen im Bauabschnitt 1 gründliche Abfischungen mit Schülerbeteiligung durchgeführt. Die Fische wurden aus der Strecke geborgen und vorsichtig umgesetzt. Die zweite Befischung und weitere stichprobenartige Elektrobefischungen zur Kontrolle erbrachten lediglich wenige Fische, so dass das Abfischen, Umsetzen der Fische und Absperren der Strecke erfolgreich waren. Nach Beenden der Bauarbeiten kann der Bereich nun von den Tieren wieder besiedelt werden.
Das vorsorgliche Bergen von Muscheln aus den Gefahrenbereichen der Gewässersohle vor dem Baggern sowie schließlich auch aus dem Baggermaterial war im ersten Bauabschnitt nicht notwendig. Trotz gezielter Suche, was bei eingegrabenen Muscheln nicht einfach ist, wurden im Jahr 2024 keine lebenden Großmuscheln in den abgesuchten, besonders aussichtsreichen Flächen im Bauabschnitt 1 gefunden. Dennoch wurde - beim Baggern ohne Schülerbeteiligung - zur Vorsicht auch das Baggergut auf Muscheln oder andere noch zu rettende Tiere abgesucht. Es wurden dabei lediglich einzelne, fossile Schalenreste von Malermuscheln gefunden. Aber ein Gründling konnte doch noch entdeckt und gerettet werden.
​Den Bauarbeiten lange vorausgegangene Untersuchungen ​hatten sich in der Schule mit dem Problem des beim Baggern aufgewirbelten Schlamms für die Bastau befasst. Dabei kann in der fließenden Welle viel Sauerstoff verbraucht werden, der unterhalb im Gewässer fehlt. Der Schlamm im Wasser kann zudem besonders die Kiemen der Fische, Muscheln oder der anderen Wassertiere direkt schädigen. Wie damit umgegangen werden kann, war so auch ein Schülerbeitrag zum Umweltwettbewerb #active4climate in Minden und wurde damals als 2. Platz in der Kategorie Projekte sogar ausgezeichnet. Kombinierte Einschwimm- und Sedimentsperren sind nun zum Schutz der Bastau im ersten Bauabschnitt auch eingesetzt worden und haben sich insgesamt bewährt, sind aber noch weiter zu verbessern, was für den zweiten Bauabschnitt gelang und direkt umgesetzt wurde. (Fotos: Frenz)

Erster Bauabschnitt im Jahr 2024
​Ab etwa Mitte August 2024 lässt sich der künftige neue Bastauverlauf im ersten Bauabschnitt erahnen. Über den ersten Winter nagen mehrere Hochwasser an den frisch gebaggerten und noch nicht durch Vegetation geschützten Ufern. Die Setzungsphase dauert sicher noch für längere Zeit an.
(Foto: Frenz)​​​