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Anlass und Hintergrund

Warum wird an der Bastau „gebaggert“?

Bäche und Flüsse in ganz Europa sollen einen guten ökologischen Zustand aufweisen. Nur dann sind sie wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Naturnahe, lebendige Gewässer schützen und sichern unser Wasser, das als Trinkwasser und auch sonst vielfältig genutzt wird. Ebenso ist der Schutz der Meere gefordert. Dort wirken sich die vielen Nährstoffe schädlich aus, die aus belasteten Bächen und Flüssen des Binnenlandes stammen. Trotz vielfältiger Bemühungen sind die meisten Gewässer derzeit nicht in dem guten Zustand. Langjährige Untersuchungen ergaben, dass auch die Bastau nicht dem "guten ökologischen Zustand" entspricht und diesen von allein unter den aktuellen Bedingungen nicht erreicht. Neben einzelnen problematischen Wasserinhaltsstoffen wurden vor allem die Gewässer- und Uferstrukturen als naturfern bewertet. Beim Spazierengehen fällt das kaum auf, auch da der Anblick jahrelang so bekannt ist.​​​ 

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Es fehlt der Bastau an gewässertypischer Abwechslung: flache Stellen wechseln im naturnahen Zustand mit tiefen, schneller fließende Abschnitte sind neben langsamer fließenden vorhanden, beschattete Bereiche neben den heute überwiegend unbeschatteten.​Viele standortgerechte Bäume sollten an den Ufern wachsen. Dadurch gibt es viel Totholz im Gewässer, das der wichtigste Strukturbildner für Fließgewässer im Tiefland ist. Zudem sind Holz und Laub wichtige Nahrungsquellen. Das Hauptgerinne des kleinen Flusses weist so benachbart wechselnde Wassertiefen bei sandig-lehmigen Subtraten mit Kies- und Pflanzenanteilen auf. Ungefähr so könnte eine naturnahe Bastau aussehen. Ein Bild davon ließ sich im Unterlauf der Bastau im Sommer 2015 entfernt erahnen, ein paar Wochen nach Ablassen der Stauhaltung am umzubauenden Wehr, bevor dort die Bauarbeiten begannen.​​​ (Fotos: Frenz) 

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